Hunde mit in den Winterurlaub mitnehmen

Der Hund ist bekanntlich der beste Freund des Menschen. Deshalb stellen sich viele Sportbegeisterte die Frage, ob der eigene Hund mit in den Winterurlaub kommen darf. Die nächste Frage, die jedem skifahrenden Hundebesitzer auf der Seele brennt, ist die Frage, ob man mit Hunden auf die Skipiste darf oder ob der Hund im Hotel warten muss.

♡ 5 Tipps ♡ Hund im Schnee / Winter ♡ KaroLovesMilka

Wer seinen Winterurlaub mit Hund plant, muss einiges beachten. Der Winter ist eine kalte Jahreszeit, was bedeutet, dass der eigene Hund in seiner Bewegungsfreiheit maßgeblich eingeschränkt ist und lange Ausläufe quasi unmöglich sind, da der Schnee den Tatzen nicht gut bekommt. Ein weiteres Szenario kann sein, dass das Herrchen oder das Frauchen den Hund im Hotel lassen muss, während der Lieblingsmensch auf der Piste skifährt. Auf diese Punkte wollen wir in diesem Artikel näher eingehen, damit der Winterurlaub nicht getrübt wird.

Wie bereitet man sich auf einen Winterurlaub im Ausland richtig vor?

Falls die Reise nach Österreich, Italien, in die Schweiz oder in ein anderes EU-Ausland gehen soll, erfordert dies einige Vorbereitung. Der Hundehalter muss hierbei bei der Einreise ins Wintersportgebiet, bzw. ins Urlaubsland einige wichtige Dokumente vorbereiten und diese dort vorlegen.  Hunde müssen eine Tierkennzeichnung aufweisen, damit sie eindeutig identifiziert und ihrem Besitzer zugeordnet werden können. Entweder handelt es sich hierbei um eine Hundemarke am Halsband oder um einen elektronischen Transponder-Chip, der vom Tierarzt subkutan eingesetzt werden muss. Nebst diesen Parametern muss jeder Hund, der ins Ausland reist, über einen EU-Heimtierausweis verfügen, gegen Tollwut geimpft sein und eine Wurmkur hinter sich haben. Beim EU-Heimtierausweis handelt es sich um eine Art blauen Impfpass, den der Tierarzt gegen eine geringe Gebühr ausstellt. Wer nach Österreich oder nach Frankreich mit dem Hund ausreisen möchte, muss Leine, Geschirr und einen Maulkorb mitführen. Dabei ist zu beachten, dass gewisse Listenhunde gar nicht nach Österreich einreisen dürfen. Während der Reise muss der Hund ausreichend gesichert werden. Dies geschieht entweder mittels Hundegurt oder gesicherter Transportbox. An frisches Wasser, einen Wassernapf, sowie ausreichend Pausen, damit der Hund sein Geschäft verrichten kann, sollte ebenso gedacht werden.

Wie man die richtige Unterkunft vor dem Urlaub wählt

Wer nicht das Glück hat, in einem Wintersportort über ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung in seinem Besitz zu verfügen, muss sich vor Abreise ehestmöglich über eine hundefreundliche Unterkunft informieren. Nicht jeder Hotelier hat Freude daran, Hunde in den Betten oder auf dem Teppich zu wissen. Viele Pensionen bieten jedoch an, dass ihre Gäste die Hunde mitbringen dürfen. Es wird teilweise auch Futter für die Vierbeiner gestellt – was allerdings nicht im Preis inbegriffen ist. Deshalb sollte man genügend Futter mitbringen oder vor Ort frisch kaufen. Falls der eigene Hund Medikamente einnehmen muss, sollte man unbedingt dafür sorgen, diese mitzuführen. Auf diversen Seiten haben Hundebesitzer die Möglichkeit, eine entsprechende Unterkunft für Herrchen und Hund zu buchen. Die einfachste Möglichkeit ist jedoch, im Winterskiort im Tourismusbüro direkt nachzufragen und die Buchung telefonisch oder per E-Mail zu erledigen. Wichtig ist es auch, den Gastwirt zu fragen, ob der Hund alleine für ein paar Stunden im Zimmer oder in der Ferienwohnung bleiben darf. Eventuell bietet die hundefreundliche Pension auch Tiersitting an. Im Falle, dass Hunde nicht alleine in der Pension bleiben dürfen, muss einer der Herrchen in der Pension bleiben oder einen eigenen Hundesitter organisieren.

Gibt es Hundesitter im Urlaub?

Auf der Skipiste sind Hunde absolut verboten. Dies ist einerseits auf hygienische Gründe, andererseits auf Sicherheitsrisiken zurückzuführen. Deshalb sollte man vorab darüber nachdenken, ob es Sinn macht, seinen Hund mit in den Winterurlaub zu nehmen. Aufgrund der genannten Hindernisse (Hygienevorschriften und Sicherheitsrisiken) bedeutet dies für den Hund, mehrere Stunden alleine verbringen zu müssen oder mit fremden Personen seine Zeit zubringen zu müssen. Großteils darf ein Hund auch nicht alleine in der Unterkunft zurückbleiben. Eine gute Alternative ist jene, einen privaten Hundesitter zu engagieren. Vielleicht hat das Hotel oder die Pension ja Kontakte, die den Hundebesitzern vermittelt werden können. Über das Internet lassen sich auch prima private Hundesitter eruieren. Wer jedoch nicht auf seinen treuen Vierbeiner im Tagesverlauf verzichten möchte, kann Wintersportarten wählen, bei denen beide Partner und der Hund aktiv mitmachen können. Eine reizvolle Schneeschuhwanderung oder ein paar Pirouetten am Eis können für Mensch und Hund sehr viel Spaß machen.

Mit Hunden an der frischen Luft unterwegs sein

Nach St. Moritz in der schönen Schweiz, an den Arlberg in Vorarlberg oder ans Nassfeld im Gailtal zu fahren bedeutet nicht, dass der Hund deshalb im Hotel verharren muss. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, seinen treuen Partner mit der kalten Schnauze in viele Aktivitäten im und am Schnee einzubinden:

  • Ausgedehnte Spaziergänge in der verzauberten Winterlandschaft
  • Schneeschuhwanderungen durch Märchenwälder
  • Rodeln bis zum Abwinken
  • Reitsport mit dem Hund als treuen Begleiter
  • Langlaufen auf weitläufigen Pisten mit Schnee, soweit das Auge reicht

Wer gerne mit seinem Hund einen Winterwaldspaziergang machen möchte, sollte ihn anleinen. Ein vorbeihuschendes Reh könnte ihn sonst anspornen, ihm nachzujagen. Wichtig ist auch, den Beschilderungen zu folgen und nicht einfach querfeldein durch den Wald zu stapfen. Die Gefahr eines Lawinenabgangs ist gegeben und man könnte sich heillos verlaufen. Bei längeren Ausflügen durch den Schnee empfiehlt es sich, die Hundepfoten auf Schnee- und Eisklumpen zu kontrollieren, da diese dem Hund Schmerzen bereiten können. Vor jedem Spaziergang sollten die Pfoten mit Vaseline eingefettet werden. Eine Alternative wären Hundeschuhe. Erfahrungsgemäß nehmen Hunde derartige Hundebekleidung jedoch nicht gerne an.

Ist Langlaufen mit Hund erlaubt?

Hauptsächlich in Österreich und der Schweiz gibt es eigene Hundeloipen. In vielen Wintersportgebieten sind Hunde nämlich auch auf Langlaufskiloipen verboten. Dort, wo es eigens etablierte Hundeloipen gibt, finden sich längs der Strecken auch Kotbeutelspender Boxen, um den Hundekot direkt einsammeln und entsorgen zu können.

FAQs zum Winterurlaub mit Hund

Sollte man den eigenen Hund in den Urlaub mitbringen?

Wer einen reinen Ski- oder Snowboardurlaub plant, sollte wissen, dass der eigene Hund zu 90 Prozent des Tages alleine im Zimmer (wenn überhaupt gestattet) verbringen wird oder bei einem fremden Tiersitter die Zeit „absitzen“ wird.

Sind Hunde auf der Skipiste erlaubt?

Nein, Hunde sind aus Gründen der Hygiene und der Unfallgefahr, also einem vermehrten Sicherheitsrisiko, auf keiner Skipiste der Welt erlaubt.

Gibt es tierfreundliche Pensionen?

Es gibt tierfreundliche Pensionen und mit etwas Glück bieten diese Hotels auch Hundebetreuung an. Für Futter und Medikamente muss man als Gast jedoch selbst Sorge tragen.

Ist ein EU-Heimtierausweis notwendig?

Ja, für die Einreise in ein EU-Ausland oder Nicht-EU-Ausland wie der Schweiz ist ein EU-Heimtierausweis mit allen erforderlichen Untersuchungen und dokumentierten Impfungen von Nöten.

David Reisner

David Reisner

David Reisner ist der Betreiber mehrerer Online-Magazine zu verschiedenen Themen rund um Wintermode, Sport, Finanzen, Veranstaltungen und Reisen. Er liebt privat das Tanzen und den Besuch von verschiedenen Veranstaltungen in Österreich sowie den Besuch verschiedener Länder. Als Inhaber von Wintermensch NET interessiert sich Herr Reisner natürlich auch für den Wintersport und genießt es, ein paar Tage in der Natur mit Freunden zu verbringen.

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